Biografie

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Jürgen Brucker

In meiner professionellen Arbeit als Dozent für Schauspiel und Bewegung, Regisseur und Coach steht für mich seit dem Beginn der Körper als Medium im Mittelpunkt. Wie wir unseren Körper einsetzen und uns damit ausdrücken, wie wir unsere Möglichkeiten weiterentwickeln und mit persönlichen Einschränkungen umgehen, wie wir uns damit nach außen zeigen und was wir zu verbergen suchen - diese Faszination habe ich, durch das Studium von Theater und Tanz, zu meinen Beruf gemacht und in der Weiterbildung im Mentalkörpersystem von Dr. Niek Brouw (Humanmediziner, Den Haag) und der Ausbildung zum Kreationscoach bei Marinus Knoope weiter vertieft. Darüber hinaus habe ich mir genaueres Wissen über Körper und Anatomie bei Professor Margot Groot (Hochschule Osnabrück) erworben.

 

 “Ich habe meine größten Entwicklungssprünge in den Lebensphasen gemacht, in denen ich an der Realisierung meiner Träume arbeitete oder durch Krankheit oder persönliche Krisen gezwungen wurde, nach ‚Innen’ zu gehen.“

 

Im Alter von 15 Jahren sah ich einen Dokumentarfilm über Paula Abdul, eine amerikanische Sängerin und Tänzerin. In dem Film hörte ich auch, dass sie ‚Choreografin’ sei, ein Begriff, der mich im Zusammenhang mit den Videos über ihre Arbeit sehr bewegte. Ich wusste auf einmal, was ich werden wollte: Choreograf. Nach einigen Irrfahrten und der Einsicht, dass ich in meinem Geburtsland Deutschland wenige Chancen für die Realisierung dieses Wunsches haben würde, kam ich über die Schweiz in die Niederlande. In Arnheim an der Staatlichen Hochschule der Künste bekam ich die Chance, Theater und Tanz zu studieren. Heute arbeite ich zwar nicht als Choreograf, sondern als Regisseur, Dozent für Schauspiel und Bewegung und Coach, aber meine Faszination für das, was Menschen bewegt und wie sie sich bewegen ist die gleiche geblieben.

Auf meinem persönlichen Lebensweg lernte ich auch die andere Seite meines Wesens kennen; eine zu große Ambition und zu wenig Geduld sorgte im Jahre 2004 für eine Phase mit viel Panik. In dieser Phase lernte ich, dass eine Lebenskrise auch immer wieder eine Chance ist, sich als Mensch persönlich und beruflich weiter zu entwickeln. Ich begegnete mir selbst, alten Überzeugungen und Wahrheiten und ging letztendlich mental und körperlich gestärkt daraus hervor. Daneben kam ich gerade durch diese Krise in Kontakt mit dem Mentalkörpersystem von Dr. Niek Brouw, der Methode, in der ich mich von 2007-2009 professionell ausbilden ließ.

Träume, Wünsche und Leidenschaften sind wiederkehrende Themen in meiner (Theater-) Arbeit. Ich bin fasziniert von Menschen und ihren Rollen, der Suche und des Engagements für das, was ihnen am Herzen liegt. Und genau dieser Aspekt interessiert mich auch besonders bei der Begleitung, dem Coaching und Training von Menschen. Bis 2014 habe ich überwiegend mit Theater- und Tanzstudenten sowie Amateuren und (Semi-)Professionales gearbeitet; seit 2015 habe ich den Fokus noch einmal erweitert und arbeite in eigener Praxis, dem Studio Körper.

 

“Meine Faszination ist was Menschen bewegt und wie sie sich bewegen.“